G.

In dem Moment, als wir in G. den Boden betraten, erfasste mich ein Schwindel, der bis zum Ende des Aufenthaltes nicht mehr verschwand. Das weisse halbrunde Gebäude, in dem wir ein Zimmer nahmen, besass zwei Stockwerke, die sichelförmig aufs offene Meer hinausragten. Wir taten nicht viel. Wir betranken uns, schliefen miteinander und warfen ab und zu einen Blick auf die Fussballspiele, die auf den Displays liefen, wobei ich mehrheitlich mit der Irritation, die der Schwindel mit sich brachte, beschäftigt war. Ich hatte viele Träume. Zärtliche, kühne und solche, die meine Tage wie zähflüssigen Teer durchdrangen. Ich ging durch die Stadt, die vor mir lag wie ein grosser, nutzlos gewordener Körper, hingeworfen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Vorbei an den verlassenen und ausgehöhlten Villen, die halbverdeckt hinter den Bäumen lagen. Vorbei an den öffentlichen Parks mit ihren ausgebrannten Rasen und den leeren, erhitzten Plätzen, die beinahe nahtlos ineinander übergingen und wo die Ruinen neuer Gebäude standen. Im Schatten der Häuserschluchten warteten sie auf die ersten Winde. Hunde schlossen sich zu Rudeln zusammen, die zwischen den Felsen umhertrieben und auf den Promenaden, in den Strassen auftauchten, unberechenbar und unruhig. Abends zogen Gewitter auf.